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02.12.2025

„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“

„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“
Dieser Satz klingt schön – aber für viele Eltern fühlt er sich schmerzhaft an.

Denn vielleicht hast Du kein Dorf.
Oder nur ein halbes.
Oder eines, das zwar da ist, aber Dich nicht wirklich trägt.

Gerade in einer Zeit, in der Eltern oft isoliert leben, fernab von Familie, mit hohen Erwartungen an sich selbst, ist die Sehnsucht nach Gemeinschaft größer denn je.

Das artgerecht®-Prinzip nach Nicola Schmidt macht deutlich:
Kinder – und Eltern – sind nicht für das Alleinsein gemacht.

Wir sind Bindungswesen.
Wir brauchen Beziehung.
Wir brauchen Unterstützung.
Wir brauchen Verbindung.

Warum ein Dorf artgerecht ist – nicht nur für Kinder, sondern auch für Dich
Artgerecht leben bedeutet: orientiert an den echten Bedürfnissen von Kindern – und Eltern.

Kinder brauchen:
mehrere sichere Bindungspersonen
Vielfalt in Beziehung
Resonanz statt Reizüberflutung
emotionale Sicherheit durch Gemeinschaft

Eltern brauchen:
Entlastung im Alltag
emotionale Unterstützung
Austausch auf Augenhöhe
Zugehörigkeit
das Gefühl: „Ich bin nicht allein“

Ein Dorf ist also kein Luxus.
Es ist biologisch sinnvoll.
Es reguliert unser Nervensystem.
Es stärkt unsere Resilienz.
Es schafft Sicherheit.

Wir leben in einer Zeit der Individualisierung:

Kleinfamilien statt Großfamilien
Selbstoptimierung statt Miteinander
Funktionieren statt Fühlen

Viele Großeltern sind selbst noch berufstätig.
Freundschaften leiden unter Ermüdung.
Nachbarschaft ist oft anonym.

Und dann kommt noch etwas dazu:

Viele von uns haben nie gelernt, Hilfe anzunehmen.

Vielleicht hast Du früh gelernt:

stark zu sein
alleine klarzukommen
Deine Bedürfnisse runterzuschlucken

Ein Dorf aufzubauen ist deshalb nicht nur eine organisatorische Aufgabe –
sondern eine emotionale.

## Wie baue ich mir also ein Dorf auf?

Elternsein nach dem artgerecht®-Prinzip – Verbindung statt Alleingang

1. Erkenne: Du brauchst ein Dorf

Nicht irgendwann.
Jetzt.

Mach Dir bewusst:
Du darfst Dir Unterstützung wünschen.
Du brauchst Dich dafür nicht rechtfertigen.

2. Schau, wer bereits Teil Deines Dorfes ist (auch wenn es sich noch nicht so anfühlt)

Frage Dich:

Wer hört mir wirklich zu?
Bei wem darf ich ehrlich sein?
Wer stärkt mich?
Wer kostet mich eher Energie?

Ordnung in Beziehungen zu bringen ist oft der erste Dorfbau.

3. Sprich aus, was Du brauchst

Viele Menschen helfen gern –
aber sie wissen nicht, wie.

Konkrete Sätze können sein:

„Könntest Du mein Kind nächste Woche eine Stunde nehmen?“
„Ich brauche jemanden zum Reden.“
„Ich wünsche mir mehr Austausch mit Dir.“

Ein Dorf entsteht nicht durch Hoffen.
Sondern durch Einladung.

4. Erlaube Vielfalt

Dein Dorf muss nicht perfekt sein.

Ein Mensch zum Reden.
Eine Person für praktische Hilfe.
Eine für emotionale Stärkung.
Eine für Austausch auf Augenhöhe.

Erwarte nicht alles von einer einzigen Person.

5. Werde selbst Teil eines Dorfes

Ein Dorf bedeutet nicht nur nehmen.
Sondern auch geben – im Rahmen Deiner Kraft.

Verbindung entsteht durch:
ehrliches Interesse
Präsenz
gegenseitige Unterstützung

Du musst Deinen Weg nicht allein gehen

In meiner Arbeit als Elterncoach begleite ich Mütter dabei,
sich selbst wieder zu finden –
und Verbindung neu zu gestalten.

Hier geht es nicht um perfekte Eltern.
Hier geht es um echte Menschen.
Mit echten Bedürfnissen.
Gemeinsam entwickeln wir Strategien Dich in Deinem Alltag zu entlasten.
Schritt für Schritt.

Denn Veränderung beginnt bei Dir.
🩷

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